Irish Heartbeat
Hey! Let’s celebrate St. Patrick’s Day

05.03.2021 20.00

Irish Heartbeat

Hey – let’s celebrate St. Patrick’s Day!

Die Iren haben bekanntlich ein großes Herz. Ein Herz voll von Geselligkeit, Witz und Leidenschaft. All das sind ausgezeichnete Voraussetzungen, um ein Land zu sein, das immer wieder beeindruckende Geschichtenerzähler, Tänzer, Sänger und Musiker hervorbringt. Der Herzschlag der irischen Nation erhöht sich immer deutlich rund um die tollen Tage, wenn der St. Patrick’s Day gefeiert wird. Am irischen Nationalfeiertag hat irische Kultur Hochkonjunktur. Insbesondere Irish Folk lässt die Herzen der Iren höher schlagen. Aber nicht nur die der Iren…

Irish Heartbeat“ ist eine Tour, die die Hand am Puls der irischen Musikszene hat. Es bringt seit 32 Jahren sowohl ihre traditionellen als auch innovativen Elemente auf Tour. Insbesondere rund um den St. Patrick’s Day steigt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Iren und ihrer Freunde - egal wo sie sein mögen - ganz besonders stark an. Man spürt die unsichtbaren Bande, wie sie nur Kultur über den Erdball spannen kann. Zu einem authentischen St. Patrick’s Day Feeling gehört aber nicht nur tolle Musik, sondern auch eine typisch dekorierte Halle, irische Speisen und Getränke.

3 on the Bund

A sound address for Irish music

Manche Bands haben ganz schön kuriose Ursprünge. So richtete das chinesische Kulturministerium eine Anfrage an die Uni im Limerick, wo man Irish Folk studieren kann, ob man zur Feier des St. Patrick’s Day ein paar der besten Studenten schicken könnte? Gesagt getan. Ein paar Wochen später sitzen vier hochbegabte Studenten*innen im Flieger und zerbrechen sich den Kopf darüber, wie man hoppla hopp ein abendfüllendes Programm zusammenstellen könnte. Einen Sound, der frisch und voll mit neuen Ideen steckt, haben sie schnell gefunden. Jetzt fehlt nur noch der Bandname. Am Ende ihrer Chinareise haben sie nicht nur viel Lob im Gepäck sondern auch Diesen: Die Bund Promenade in Shanghai hat ihnen ganz besonders gefallen. An der Hausnummer 3 haben sie sich zum Spaziergang verabredet. So kam es zu „3 on the Bund“. Eine gute Adresse für Musik aus Irland.

Das Programm des Quartetts ist ein Spaziergang nicht nur durch irische Tradition sondern auch ein Ausflug in die Weltmusik. Seán Óg Kelliher (Gitarre), Rebecca Louise McCarthy Kent (Fiddle), Aisling Lyons (Concertina) und Simon Pfisterer (Uilléan Pipes) sind ein tolles Beispiel, wie weltumspannend irische Musik inzwischen geworden ist: Ein junger Mann aus Deutschland beschließt, Irish Folk in Irland zu studieren, findet sich mit seinen irischen Freunden in China wieder und wird dann zur IHB Tour in D, CH und A eingeladen.

© Magnetic Music Verlag 2020

Briste

Tradition with a smile

Die drei jungen Frauen aus Nordirland kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Dank dem Engagement ihrer Eltern, die sie Monat für Monat den „Circuit“ der „Fleadhs“ bzw. Festivals in ganz Irland bereisen lassen, jammen sie mit Gleichgesinnten. Sie schnappen viele musikalische Ideen in ganz Irland auf. Aber sie messen sich auch im musikalischen Wettkampf mit den besten ihrer Generation. Emma Robinson, Alison Crossey and Joanna Boyle räumen in ihrer Jugend so machen Ulster oder All Ireland Champion Titel ab. Aber erst 2015 ist es so weit, dass sie sich zu einem Trio zusammen finden und ihre Musik auf ein neues und vor allem internationales Level heben wollen.

Sie haben jede Menge spannende Ideen für ungewöhnliche Gesangsarrangements und pfeilschnelle Instrumentals. Aber ein guter Bandname… Der fällt nicht einfach so vom Himmel. Dafür aber reichlich Missgeschick: Immer wieder reißende Gitarren- und Banjo Saiten sind noch das geringste Übel. Gebrochene Gliedmaßen und vor allem gebrochene Herzen sind nicht schnell und einfach zu heilen. Aber die Liebe zur Musik gemischt mit einer Portion schwarzen Humors ist die beste Medizin. Der schwarze Humor steht sogar Pate für den Bandnamen. Das gälische „briste“ bedeutet zerbrochen oder kaputt. Damit können sie sich identifizieren. Emma, Alison und Joanna überkommen den temporären Scherbenhaufen und setzen all die Scherben zu einem neuen frischen Sound zusammen, der nicht nur auf sie sondern auch die Zuhörer eine heilende Wirkung hat. Sie tun es zudem mit einem bezaubernden Lächeln. Ja, das ist „Tradition with a smile“.

Ihre internationale Karriere beginnt in den USA. Es ist also kein Zufall, dass etwas Country und Americana in das Repertoire Eingang findet. Vor allem bei der Mehrstimmigkeit des Gesangs hört man die amerikanischen Roots. Mit dem in Irland anerkannten Produzenten Dónal O’Connor, dessen Vater Gerry O’Connor übrigens schon vor 25 Jahren beim IHB gespielt hat, nehmen sie ihr feines Debüt Album auf.

© Magnetic Music Verlag 2020

Green Road

Irish ballads revisited

Als “green road” werden in Irland die Landstraßen in abgelegenen Gebieten bezeichnet. Oft bringen uns diese einspurigen, von grünen Hecken und Trockensteinmauern gesäumten Straßen an Stellen mit wunderschöner Natur und Aussicht. Sie bringen uns zu Irland pur. Mit all den Kurven und Schlaglöchern laden sie zu einem beschaulichen Reisen ein. Sie entschleunigen den Reisenden und bringen ihn dahin, wo der Pauschaltourist nie hinkommt. Also ein passender Name für das Quintett aus Waterford, das sich auf die Suche nach der traditionellen Musik aus dem ländlichen Irland gemacht hat. Die Jungs von Green Road nehmen die Zuhörer mit auf die Reise zu den schönsten Balladen der grünen Insel. Sie schlagen mit ihren Arrangements einen neuen Weg ein und polieren teilweise in Vergessenheit geratene Songs auf Hochglanz.

Leadsänger Peter Sinnott hat eine Reibeisenstimme, die für dieses Genre einfach ideal ist. Die Kollegen steuern packenden Harmoniegesang dazu bei. 5-string Banjo, Mandoline und Gitarre bilden dichte rhythmische Strukturen, so verschlungen wie Hecken an einer Landstraße. Aber auch in der Abteilung Melodie ist die Band mit dem virtuosen Uilléan Piper und Whistler Edward „Ned“ Wall gut aufgestellt. Am Bodhrán und Schlagzeug brilliert das Urgestein des Irish Folk, Frank Torpey. Frank gehört zu den Gründervätern des IHB. Er war schon 1995 mit NOMOS dabei. Der Gitarrist Fergal O‘Hanlon und Alan O’Dwyer an der Mandoline vervollständigen den Sound, der das Dunkelbier am St. Patrick’s Day einfach noch einen Tick besser schmecken lässt.

© Magnetic Music Verlag 2020